ETV Hamburg gewinnt Pokal & macht Hoffnung
Leider leider war ich nicht dabei als letztes Wochenende in Leipzig Geschichte geschrieben wurde. Mein Alternativprogramm hieß “Die Hochzeit meines besten Freundes” oder so ähnlich und nein, Julia Roberts wurde nicht gesichtet.
Da ich nicht vor Ort war kann ich es auch nicht wirklich wiedergeben, aber da sind zwei Dinge auf die ich gerne kurz eingehen möchte. 3 Tore in 33 Sekunden. Nochmal: 3 Tore in 33 Sekunden. Und das in einem Pokalfinale und auch noch gegen den UHC Weißenfels. Unglaublich! Das ist einer der Aspekte, die Floorball so spannend machen. Man kann sich nie sicher sein, Spiele können so schnell kippen bzw. sollte man bei Rückstand nie die Hoffnung aufgeben. Es geht immer noch etwas! Diese 3 Tore in 33 Sekunden wird so mancher Trainer in den kommenden Jahren in spannenden letzten Minuten als Argument anbringen, da bin ich mir sicher.
Der zweite Punkt ist die Tatsache, dass nach 8 Meisterschaften und 7 Pokalsiegen von Weißenfels in Folge es erstmalig einen anderen Sieger in Deutschland gibt. Schon die Meisterschaft in den Play-Offs der Bundesliga wurde Weißenfels nicht geschenkt und nun konnten die Hamburger trotz zahlreicher Ausfälle die Sensation perfekt machen. Sicher gehört beim Sport auch immer etwas Glück dazu, aber der Sieg der des ETV Hamburg macht definitiv Hoffnung. Hoffnung auf mehr Diversität & mehr Abwechslung im deutschen Floorball. Dazu gehört übrigens auch der Aufstieg des SSF Bonn in die 1. Bundesliga. Endlich ist ein Verein aus dem Westen in der höchsten deutschen Spielklasse vertreten. Das ist wichtig für die Entwicklung des Sports über Mitteldeutschland hinaus.
Ich stelle fest – Floorball in Deutschland ist auf einem guten Weg!
Lazarettausflug nach Bonn
Die Vorzeichen waren nicht die Besten. Zum Spieltag der Regionalliga West KF der Damen reisten wir zwar mit zwei Blöcken an, aaaaaber… Tanja mit grippalem Infekt, Sarah mit der Vorgabe “Ich kann nur geradeaus laufen” ansonsten schmerzte der Fuß noch vom letzten Spieltag. Sarah war auch genau nur zweimal für ne Minute drin, dann war’s das mit den zwei Blöcken.
Mit einem Punkt Vorsprung vor dem ASV Köln gingen wir als Tabellenführer in den vorletzten Spieltag. Im ersten Spiel gegen die SG Dümptener Füches/ TV Refrath taten wir uns extrem schwer und lagen auch schnell zwei drei Tore hinten. Die Mädels der SG waren zwar auch nicht mehr spielen aber schon die ganze Saison trotzdem munter und erfolgreich mit. Es war fast ein Kampf der Generationen, da bei der SG keine älter als 16 Jahre und bei uns keine jünger als 21 war. Irgendwie hatte Deutschlands Floorball Nachwuchs mehr Puste als wir.
Nachdem Sarah bereits ausgefallen war und Tanja nur auf 50% mitlaufen konnte meldete sich auch Marieke unserer Rückhalt im Tor krank. Zwischen den Spielen entschied das Team trotzdem gegen Bonn anzutreten. Gut so, denn nach der ersten Halbzeit und einem 1:1 gegen die mit drei Blöcken spielenden Bonnerinnen bekamen wir nochmal ne zweite Luft und mit ein paar schönen Toren haben wir den Sack zu gemacht am Ende klar mit 5:1 gewonnen.
Nach der starken Leistung gehen wir tatsächlich immer noch als Tabellenführer in den letzten Spieltag wo es im Playoff Modus am 17.04. um die Meisterschaft geht. Wir werden auf jeden Fall dort sein und den Titel mit Sicherheit nicht herschenken!
3. Spieltag Damen KF Regionalliga West in Frankfurt
Heimspieltag – wir waren hochmotiviert und freuten uns darauf unsere bisherigen guten
Leistungen vor heimischem Publikum zeigen zu können. Die Tatsache, dass wir arg ersatzgeschwächt waren, da außer Paivi Kantti auch Tanja Zimmermann verletzt ausfiel, änderte daran nichts.
Im ersten Spiel ging es gegen die Damen von Blau-Weiß-Aasee aus Münster. Im Hinspiel am
zweiten Spieltag hatten wir eine ärgerliche Niederlage einstecken müssen, das sollte sich auf keinen Fall wiederholen. Doch bereits in der ersten Spielminute fiel das erste Gegentor; ein Rückschlag, den wir aber schnell verdauten. Die Münsteranerinnen ließen uns relativ viel Platz und so konnten wir entspannt unseren Spielaufbau gestalten. Das Spieltempo war
nicht besonders hoch, was das Spiel aber unterhaltsam machte war die Gleichwertigkeit der Mannschaften. Nachdem wir zum 1:1 ausgeglichen hatten, erzielten wir wenig später die Führung zum 2:1. Doch die Münsteranerinnen antworteten darauf mit dem Ausgleich zum 2:2. Vor der Pause gelang es uns dann jedoch durch eine taktisch feine Freischlagvariante wieder in Führung zu gehen. Das gab uns Selbstvertrauen, und so spielten wir in der zweiten Halbzeit beherzt weiter nach vorne. Es ergaben sich sehenswerte Spielkombinationen und unsere couragierte Spielweise wurde durch zwei weitere Treffer belohnt. In der Defensive ließen wir nichts mehr anbrennen und so hieß der Endstand 5:2.
Das Hinspiel gegen den ASV Köln hatten wir durch eine großartige kämpferische Leistung
für uns entscheiden können, doch bereits vor dem Spiel ahnte man, dass das diesmal nicht
reichen könnte: Der ASV Köln war mit 12 Spielerinnen angereist. Wir begannen defensiv
und lauerten auf Konter. Doch die Kölnerinnen bauten kein eigenes Spiel auf, und machten
stattdessen in körperbetonter und destruktiver Art und Weise unsere Angriffe zunichte. Zur Pause stand es dementsprechend 0:0. Der Kölner Trainer stellte seine Spielerinnen nach der Halbzeitpause gut ein. Mit vier Blöcken konnten sie es sich problemlos erlauben, gehörigen Druck auszuüben. Und das wirkte. Wir hatten große Mühe, hinten überhaupt noch raus zu kommen, konnten dadurch aber auch besser kontern. Unsere Chancen ließen wir aber leider ungenutzt und kassierten stattdessen das 0:1. Auch unsere Torfrau rauszunehmen verschaffte uns nicht den nötigen Vorteil. Anstatt mit einer Feldspielerin mehr nach vorne zu spielen, führte das zu Ungedeih – und zum 0:2. Sehr bedauerlich, dass es den Kölnerinnen dann auch noch gelang, zum 0:3 Endstand zu erhöhen.
Kein befriedigender Abschluss für einen Heimspieltag. Doch immerhin fahren wir als Tabellenführer zum vorletzten Spieltag nach Bonn am 07. März, bei dem wir garantiert wieder genauso engagiert spielen werden. Leider müssen wir uns von Hanna Ikonen verabschieden, die zurück nach Finnland gehen wird. Wir wünschen ihr alles Gute und hoffen sie bald mal wiederzusehen!
geschrieben von Lisa Bender
TSV Damen zu Gast beim ASV Köln
Letzten Sonntag ging es früh morgens nach Köln zum 2. Spieltag der NWUV Damenliga. Nachdem wir im September bereits einmal umsonst angereist waren, standen wir diesmal nicht vor verschlossener Tür. Uff! Erstmalig dabei waren Laura und Dagmar, insgesamt konnten wir mit 8 Feldspielerinnen + Torfrau antreten. Nachdem wir am ersten Spieltag beide Spiele überraschend souverän mit 7:1 gewonnen hatten, waren die Erwartungen entsprechend hoch.
Im ersten Spiel gegen Blau Weiss Aasee taten wir uns allerdings sehr schwer. Die erste Halbzeit war noch recht ausgeglichen, aber Tore wollten nicht gelingen. Während die Gegnerinnen von unseren Stellungsfehlern profitierten und gleich zweimal frei vor dem Tor abstauben konnten, schienen wir vom Schußpech verfolgt zu sein. Das Team des TSV Berkersheim konnte sich auch in der 2. Halbzeit leider nicht mehr aufrappeln um noch einmal richtig anzugreifen. Die Mädels in grün waren in diesem Spiel einfach besser als wir und haben nicht unverdient gewonnen.
Nach einer gemeinsamen Analyse der ersten Partie haben wir uns dann gegen den ASV Köln viel vorgenommen. Köln mit vollen vier Blöcken, einem Sieg gegen den Lokalrivalen SSF Bonn in der Tasche und dem Heimpublikum im Rücken war eigentlich Favourit. Das Spiel war von der ersten Minute spannend. Psychologisch wertvoll und damit evtl. spielentscheidend war die Tatsache, dass der TSV Berkersheim immer vorlegen konnte und Köln dann ausgeglichen musste. Zur Pause stand es 2:2 und die Mädels hatten die zuvor festgelegte Taktik sehr gut umgesetzt. Mit kleinen Verbesserungen und dem unbedingten Willen dieses Spiel gegen Köln zu gewinnen ging es in die zweite Halbzeit. Beim 4:2 für Berkersheim war der Wille der Kölnerinnen gebrochen und wir konnten das Spiel kontrolliert nach Hause schaukeln. Eine tolle Mannschaftleistung! Bitter für uns, dass sich Paivi bei einem leichten Sturz auf’s Knie das hintere Kreuzband gerissen hat und nun für Monate ausfällt. Auf diesem Wege gute Besserung!!!
In der Tabelle hat sich die SG Dümptener Füchse/TV Refrath mit ihren zwei Siegen gegen Bonn und Aasee vom letzten auf den zweiten Platz vorgeschoben. Der TSV Berkersheim führt die Tabelle weiterhin mit 9 Punkten an, gefolgt von der SG Dümptener Füchse/TV Refrath mit 7 Punkten. Dahinter folgt Aasee mit 6, Köln mit 5 Punkten. Die Bonnerinnen, die keinen guten Tag erwischt hatten sind auf den letzten Platz zurückgefallen.




